Welchen Zweck haben Atemübungen?
- Christine Wundsam

- 3. Juli 2023
- 2 Min. Lesezeit
Du kennst bestimmt die Redewendung: „Ich muss mal kurz Dampf ablassen“.
Wenn wir gestresst sind oder gerade alles Drunter und Drüber geht, seufzen wir ab und zu ganz automatisch oder wir atmen einmal tief durch.
Dieses „Dampfablassen“ ist im Grunde nichts anderes als eine kleine Atemübung. Sie wirkt beruhigend und ermöglicht es uns wieder klar zu denken.
Durch den Fokus auf die Atmung richtest du deine Aufmerksamkeit automatisch nach innen und weg von den äußeren Ablenkungen. Das sorgt für Ruhe und Gelassenheit.
Das Gehirn kann sich nämlich nur auf zwei Sachen gleichzeitig konzentrieren. Diesen Umstand kannst du dir zunutze machen:
Du kannst zum Beispiel deinem Atemstrom im Körper folgen und gleichzeitig wahrnehmen, wie sich deine Bauchdecke hebt und senkt. Oder du spürst, wie der Atem über deine Nasenflügel ein- und ausströmt und zählst gleichzeitig deine Atemzüge.
Wenn du dich auf zwei Punkte gleichzeitig konzentrierst, hat kein Gedanke mehr Platz!
Wie kann ich mich zwischendurch entspannen?
Atemübungen sind eine wirkungsvolle und schnelle Methode, um zwischendurch zu entspannen oder nach der Arbeit abzuschalten. Sie sind leicht zu erlernen und vor allem können sie jederzeit und überall durchgeführt werden. Schon in der alten ägyptischen, indischen und griechischen Kultur wurde dem Atem eine wichtige Bedeutung für Geist und Seele beigemessen. Es entstanden verschiedene Methoden der Atemtherapie, z.B. Yoga.

Vorteile von Bewusstem Atmen bzw. Atemübungen:
· erzeugt Wohlbefinden und Entspannung
· Unser Körper wird mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt
· macht wach, steigert die Konzentration
· Sorgt für eine bessere Haltung
· und kann Schmerzen lindern (Rückenschmerzen, Verspannungen, Kopfschmerzen).
Welche Atemarten gibt es?
Viele Menschen atmen nur flach: Um schlank zu wirken, ziehen viele Menschen den Bauch beim Einatmen ein und heben die Schultern an. Dabei atmen sie in den Brustraum und nutzten nur einen kleinen Teil der Lungenkapazität. So kommt es zu einer erhöhten Atemfrequenz, das führt zur Ausschüttung von Stresshormonen. Besser sind die Bauchatmung und die Vollatmung.
Bei der Bauchatmung kann sich die Lunge weiter ausdehnen als bei der Brustatmung und der Körper wird mit mehr Sauerstoff versorgt. Die Vollatmung beinhaltet die Brust- und die Bauchatmung, sowie die Flankenatmung und Rückenatmung. Sie ist die effizienteste Atemart.
Wie funktionieren die Atemarten?
Bauchatmung: Lege deine Hände auf den Bauch, hole über die Nase tief Luft und atmen in den Bauch ein.
Flankenatmung: Lege deine Hände seitlich auf die Rippen, atmen über die Nase tief ein und konzentriere dich darauf, wie sich deine Rippen heben und senken.
Brustatmung: Lege deine Hände unter die Schlüsselbeine, atmen über die Nase tief ein und nimm das Heben und Senken der Brust bewusst wahr.
Rückenatmung: Beuge deinen Oberkörper nach vorne und atmen bewusst langsam ein und aus.
Vollatmung: Atme bewusst und langsam ein und stellen dir dabei vor, wie dein Atem vom Kopf bis in die kleine Zehe und wieder zurück fließt.
Durch das bewusste Anspannen und Entspannen beim Atmen werden weniger Stresshormone ausgeschüttet, wodurch sich Körper und Geist entspannen können:
Sie senken den Blutdruck
Sie reduzieren die Muskelspannung, z.B. bei Rückenschmerzen
Sie verlangsamen die Herzfrequenz
Sie fördern die Konzentration
Für Wohlbefinden und Gelassenheit.
Je öfter und regelmäßiger du Atemübungen durchführst, desto besser lassen sie sich in Alltagssituationen integrieren – bei der Arbeit, beim Autofahren, vor Prüfungen etc.
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Viel Freude beim Ausprobien!
Alles Liebe,
Christine
Quellenangabe:



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